Das Spiel des Lebens

Man sollte die Regeln kennen, bevor man mit spielen beginnt.

Alle spielen das Spiel, das kosmische Spiel des Lebens. Jeder auf seine Weise. Wirklich alle spielen es. Ohne Unterschied. Und sie halten sich an die grundlegenden Regeln, denn sie können ihnen nicht entkommen. keiner kann das. Nicht zu verwechseln mit den Prinzipien der Philosophia perennis, die eine Interpretation und gedachte Weiterführung der Grundregeln sind.

Es liegt an jedem Spieler selbst, wie er das Spiel versteht, als ein fatales oder ein fantastisches Spiel. Entweder er sieht, dass er das Spiel für alle mitgestaltet oder er sieht nur sich als einzelnen Spieler. Fantastisch oder fatal. Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen.

Wer sich nur nach anderen orientiert, wer entweder Fehler im System, vielleicht auch unbegründet bei sich selbst oder bei den Anderen, in der Politik, bei den Parteien oder den Bossen sucht oder all das genau richtig und notwendig findet, was in der Welt so geschieht, wer also spielen lässt und nicht selber spielt, der hat die fatalistische Variante gewählt. Und wer alles wunderbar und vollkommen richtig findet, der wählt eben die mystizistische Version des Spiels, die aber kein Spiel mehr ist.

Letztlich nur der, der das Leben zu ergründen sucht, der das Leben in sich selbst zu erkennen trachtet und nur der, der für sein Handeln und Tun die volle Verantwortung übernimmt, der wird seine Freude an dem Spiel haben und andere daran teilhaben lassen wollen. Aber alle, wirklich alle, nicht nur einige wenige Auserwählte und Auserkorene.

Und warum das ‚eigentlich‘ zu Beginn? Ich glaube oft, dass viele nicht wirklich über die Regeln und die Struktur dieses Spiels nachgedacht haben. Und das würde mir manchmal Angst machen, wenn da nicht auch die wären, die sich über das Leben Gedanken machen und nach ihren Erkenntnissen und Einsichten das Spiel konstruktiv gestalten.

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